Заглавная страница Избранные статьи Случайная статья Познавательные статьи Новые добавления Обратная связь FAQ Написать работу КАТЕГОРИИ: ТОП 10 на сайте Приготовление дезинфицирующих растворов различной концентрацииТехника нижней прямой подачи мяча. Франко-прусская война (причины и последствия) Организация работы процедурного кабинета Смысловое и механическое запоминание, их место и роль в усвоении знаний Коммуникативные барьеры и пути их преодоления Обработка изделий медицинского назначения многократного применения Образцы текста публицистического стиля Четыре типа изменения баланса Задачи с ответами для Всероссийской олимпиады по праву
Мы поможем в написании ваших работ! ЗНАЕТЕ ЛИ ВЫ?
Влияние общества на человека
Приготовление дезинфицирующих растворов различной концентрации Практические работы по географии для 6 класса Организация работы процедурного кабинета Изменения в неживой природе осенью Уборка процедурного кабинета Сольфеджио. Все правила по сольфеджио Балочные системы. Определение реакций опор и моментов защемления |
Staatsaufbau Deutschlands, Österreichs und der SchweizПоиск на нашем сайте Die Revolution von 1848
1815 stellte der Wiener Kongress zur Enttäuschung der liberalen Kräfte die Vorkriegsordnung in Europa wieder her. Preußen und Österreich blieben absolute Monarchien. 1832 fand die erste große Massenkundgebung (30 000 Menschen) für ein freies und einiges Deutschland auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße statt. Die Teilnehmer wurden festgenommen und bestraft. 1848 brach die Revolution in Frankreich aus. In ganz Europa begannen die Märzrevolutionen. Deutsche Fürsten gaben der Forderung der Bürger nach, ein gesamtdeutsches Parlament zu wählen. Im Mai 1848 trat die Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen, um eine Verfassung auszuarbeiten. Grundrechte (Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, Abschaffung der Todesstrafe, Beschränkung der polizeilichen Macht, Sicherung der Freiheit des Glaubens und der Meinungsäußerung) wurden formuliert. 1849 scheiterte die Revolution. Die Verfassung trat nicht in Kraft. Trotzdem wurden wesentliche Teile des Verfassungswerkes im 20. Jahrhundert zum Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung von 1919 und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland von 1949.
Der Weg zum Zweiten Reich
Der preußische Minister-Präsident Otto von Bismarck initiierte drei Kriege, um den Deutschen Bund in das Deutsche Kaiserreich umzuwandeln. Infolge des Deutsch-Dänischen Krieges von 1863 wurden die Herzogtümer Schleswig und Holstein dem Deutschen Bund angeschlossen. 1866 entfesselte er den Krieg gegen Österreich: Preußen siegte, Österreich verlor die Vorherrschaft im deutschen Raum, der Deutsche Bund wurde aufgelöst, der Norddeutsche Bund (ohne Österreich) wurde gegründet. 1870 erzielte Bismarck den Deutsch-Französichen Krieg, wobei er Frankreich als Angreifer darstellte. In der Schlacht bei Sedan siegte die vereinigte deutsche Armee. Bismarck nutzte die Einigung der Nation im Kampf gegen einen Feind aus und erlangte den Beitritt süddeutscher Staaten zum Norddeutschen Bund. 1871 erfolgte die Reichsgründung. Deutsches Kaiserreich (auch Zweites Reich genannt) bestand bis 1918. Zur Erinnerung an die drei siegreich geführten Kriege wurde die Siegessäule in Berlin errichtet.
Der Erste Weltkrieg
Wilhelm II. (1859 – 1941) entstammte der Dynastie der Hohenzollern und war von 1888 bis 1918 Deutscher Kaiser und König von Preußen. Als wilhelminische Zeit bezeichnet man die Jahre von 1890 bis 1918. Wesentliches Merkmal war das Streben des Kaisers, das Reich als wichtige politische Größe unter den bestehenden Weltmächten zu etablieren. Eng verbunden mit diesem Anspruch war die militärische Aufrüstung des Kaiserreichs sowie die Forcierung der Kolonialpolitik in Afrika und der Südsee. Die Außenpolitik Wilhelms führte zur Herausbildung zweier Militärlager: Deutschland und Österreich (Mittelmächte) vs. Entente cordiale (herzliches Einverständnis“) zwischen England, Frankreich und Russland. Der Erste Weltkrieg war ein Krieg, der von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Ostasien geführt wurde. Er wurde zunächst zwischen den Mittelmächten, dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn auf der einen Seite und den Entente-Mächten, Frankreich, Großbritannien und Russland sowie Serbien auf der anderen Seite ausgetragen. Im Verlauf des Krieges wurden die Mittelmächte durch das Osmanische Reich und Bulgarien verstärkt, während auf alliierter Seite unter anderen Japan, Italien, Portugal, Rumänien und die USA in den Krieg eintraten. Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg, der mit massivem Materialeinsatz (Panzer, Flugzeuge, Luftschiffe) und mit Massenvernichtungswaffen (Giftgas) geführt wurde. Insbesondere auf den Schlachtfeldern vor Verdun und in Flandern fielen auf beiden Seiten Hunderttausende von Soldaten, ohne dass sich etwas an der militärischen Lage änderte. Auch deswegen stellt sich der Erste Weltkrieg als ein Krieg dar, der an Grauen alles bis dahin Bekannte übertraf. Der Erste Weltkrieg forderte fast zehn Millionen Todesopfer und etwa 20 Millionen Verwundete. Am 18. Januar 1919 begann die Pariser Friedenskonferenz. Am 28. Juni unterzeichnete die deutsche Delegation unter starkem Druck der Alliierten den Vertrag von Versailles. Der Vertrag wies die alleinige Schuld am Krieg dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten zu. Die Alliierten begründeten damit die Reparationsforderungen. Viele Deutsche empfanden dies als ungerecht. Anfangs wurden Reparationen in Höhe von 269 Milliarden Goldmark festgelegt, welche in 42 Jahresraten ausgezahlt werden sollten. Am 10. Januar 1920 trat der Versailler Vertrag formell in Kraft. In Deutschland nannte man den Vertrag "Diktat von Versailles", "Schmachfrieden", "Schandvertrag". Die alleinige Kriegsschuld wollte man nicht akzeptieren. Die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland bis 1923 (Hungersnöte, Inflation, Hyperinflation) waren zum erheblichen Teil Spätfolgen der Kriegspolitik.
Dolchstoßlegende war eine von führenden Vertretern der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) miterfundene Verschwörungstheorie, die die Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie abwälzte. Sie besagte, das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben und habe erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten.
Die Novemberrevolution von 1918/19 führte am Ende des Ersten Weltkriegs zur Umwandlung des Deutschen Reiches von einer konstitutionellen Monarchie in eine parlamentarisch-demokratische Republik. Der Matrosenaufstand, der in Wilhelmshaven und Kiel ausbrach, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zu einer Revolution, die ganz Deutschland erfasste. Sie führte am 9. November 1918 zur Ausrufung der Republik, der wenig später die formelle Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II. folgte. Am 19. Januar 1919 fanden freie Wahlen zur Nationalversammlung statt, erstmals waren auch Frauen zu den Wahlen zugelassen. Die Wahlbeteiligung war mit 83 Prozent sehr hoch. Weil man in Berlin Unruhen befürchtete, trat die Nationalversammlung in Weimar zusammen. Weimar gab der jungen deutschen Republik damit eine Verfassung und ihren Namen. Der Erste Weltkrieg hinterließ schwere ökonomische und soziale Lasten. 1,8 Millionen deutsche Soldaten waren gefallen, 4,2 Millionen verletzt und verstümmelt. Die Siegermächte forderten Schadenersatz. In den „Krisenjahren“ von 1919–1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation und zahlreichen Umsturzversuchen zu kämpfen. Der neue Reichskanzler Gustav Stresemann löste das Problem der Inflation durch eine neue Währung (1 Rentenmark = 1 Billion Papiermark bei 4,20 Rentenmark für den Dollar). In den „Goldenen Zwanzigern“ von 1924–1929 erreichte die Republik eine gewisse Stabilität, wirtschaftliche Erholung und die außenpolitische Anerkennung. 1929 brach die Weltwirtschaftskrise aus, die Deutschland viel härter traf als andere europäische Staaten. Die Folge war Massenarbeitslosigkeit. Am Ende der Weimarer Republik im Jahr 1933 zählte man insgesamt sechs Millionen offizielle Arbeitslose. Viele Menschen lebten am Existenzminimum. Unter diesen Umständen wurden die radikalen Parteien, allen voran die NSDAP (die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei), immer populärer. Ab 1921 war Adolf Hitler Vorsitzender der NSDAP, 1923 versuchte er mit einem Putsch die Weimarer Republik zu stürzen. Der Versuch misslang, Hitler wurde zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Schon Ende 1924 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen. Mit dem 1924 verfassten ersten Band seiner Schrift „Mein Kampf“ prägte er die antisemitische und rassistische Ideologie des Nationalsozialismus. 1932 standen Wahlen zum Amt des Reichspräsidenten an. Zum Präsidenten wurde der 86-jährige Paul von Hindenburg. Die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bedeutete faktisch das Ende der Weimarer Republik.
Am 28. Februar 1933 geschah der Reichstagsbrand. Hitler beschuldigte die Kommunisten als Brandstifter und verhängte den Ausnahmezustand. Mit den Notverordnungen setzte er die Grundrechte außer Kraft. Danach kam das „Gesetz zu Behebung der Not von Volk und Reich“, das so genannte Ermächtigungsgesetz. Es schloss den Reichstag und Reichsrat praktisch von der Gesetzgebung aus. Mit dem Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes begann die nationalsozialistische Diktatur, die auch „Drittes Reich“ genannt wird. Hitler beseitigte seine Konkurrenten während der so genannten „Nacht der langen Messer“. Vom 30. Juni bis zum 2. Juli 1934 wurde die SA-Führung einschließlich ihres Stabschefs Ernst Röhm verhaftet und ermordet. Alle Oppositionsparteien wurden verboten, die NSDAP wardie einzige in Deutschland zugelassene politische Partei. An die Macht gelangt, begann Hitler seine rassistische Theorie in die Tat umzusetzen. Das bedeutete die Entrechtung und Verfolgung der Juden. 1935 wurden die Nürnberger Gesetze erlassen, die Mischehen mit den Juden verboten. Am 9. November 1938 fand die so genannte „Reichskristallnacht“ statt – die Zerstörung und Plünderung jüdischer Geschäfte und Synagogen. Etwa 170.000 Juden wanderten aus.Nach Kriegsausbruch ging das Hitler-Regime von der Verdrängung und Vertreibung zur Vernichtung der Juden über. Sechs Millionen Juden kamen in Konzentrationslagern (KZs) ums Leben. Zu den Opfern des Regimes wurden nicht nur Juden, sondern auch so genannte „rassisch Minderwertige“, zu denen Hitler „Zigeuner“ (Roma bzw. Sinti), Polen und Russen zählte. Auch kranke Menschen sowie Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen wurden als „lebensunwert“ bezeichnet. Im Rahmen der so genannten „Aktion T4“ wurde die Ermordung von fast 200.000 körperlich und geistig behinderten Menschen beschlossen. Fast 190.000 Menschen, darunter 5000 Kinder wurden ermordet (durch Vergasung, tödliche Injektionen oder Untererhährung). Ein weiteres politisches Ziel Hitlers war die Weltmachtstellung Deutschlands. die Eroberung von „Lebensraum im Osten“. Die geplanten Eroberungen stellte er als „Kampf gegen den Bolschewismus“ dar, so dass viele westliche Politiker Nazi-Deutschland als willkommenes Bollwerk gegen die Sowjetunion betrachteten und Hitler lange gewähren ließen. Am 12. März 1938 besetzten die Hitlerstruppen Österreich („Anschluss“ Österreichs). Am 15. März 1939 marschierten deutsche Truppen in die Tschechoslowakei ein. Die anderen Länder beschränkten sich auf lahme Proteste. Am 1. September 1939 verkündete Hitler vor dem Reichstag, Polen habe Deutschland angegriffen. Damit begann der Zweite Weltkrieg. Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Er ist der einzige Krieg, in dem sowohl atomare (von den USA in Japan) als auch biologische und chemische Waffen (beide hauptsächlich von Japan in China) eingesetzt wurden (ABC-Waffen). Polen war bereits nach 18 Tagen besiegt, und wie in dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts festgelegt, marschierte am 17. September die Rote Armee in Ostpolen ein. Seinen größten Triumph feierte Hitler im Frühjahr 1940, als die Wehrmacht in weiteren Blitzkriegen, die kaum zwei Monate dauerten, Dänemark, Norwegen, die Benelux-Staaten und schließlich sogar Frankreich besiegte. Der Angriff auf die Sowjetunion erfolgte unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa – ohne Kriegserklärung – am 22. Juni 1941. Die nationalsozialistische Propaganda verklärte den Krieg als Kampf des Antikommunismus, des Antibolschewismus und der „abendländischen Kultur“ gegen „asiatische Barbarei“ und „jüdischen Bolschewismus“. Nach anfänglichen Erfolgen der Wehrmacht blieb ihr Angriff im Dezember 1941 kurz vor Moskau stecken. Am 7. Dezember griff Deutschlands Verbündeter Japan den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an und zog damit die Vereinigten Staaten in den Konflikt, denen Hitler am 11. Dezember 1941 den Krieg erklärte. Nachdem die Wehrmacht 1942 noch einmal in die Offensive gegangen war, erlitt sie zu Jahresbeginn 1943 in der Schlacht von Stalingrad ihre bis dahin verlustreichste Niederlage, die allgemein als Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs angesehen wird. Am 25. April 1945 trafen sich US-amerikanische und sowjetische Truppen in Torgau an der Elbe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa berieten die Siegermächte im Juli/August 1945 auf der Potsdamer Konferenz über die weitere Zukunft Europas und Deutschlands. Die Zielrichtung der gefassten Beschlüsse hatte sich bereits auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 angedeutet. Deutschland wurde danach in vier Besatzungszonen eingeteilt.
Mit Inkrafttreten der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai war das Großdeutsche Reich Hitlers besiegt und der Zweite Weltkrieg damit in Europa beendet. Die Hauptalliierten der Anti-Hitler-Koalition, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion, später auch Frankreich, übernahmen am 5. Juni offiziell die oberste Regierungsgewalt im Deutschen Reich, stellten die vier Besatzungszonen beziehungsweise für Berlin die vier Sektoren fest und bildeten den Alliierten Kontrollrat.
In den drei westlichen Besatzungszonen fand am 20. Juni 1948 eine Währungsreform statt. Am 23. wurde die D-Mark auch in West-Berlin eingeführt. Die Sowjetunion verhängte als Reaktion auf die mit ihr nicht abgestimmte Währungsreform in den Westzonen und damit faktische wirtschaftliche Spaltung Deutschlands eine Blockade über die drei Westsektoren Berlins. Diese Blockade führte zur Einrichtung der Berliner Luftbrücke ab dem 26. Juni. Bis zur Aufhebung der Blockade durch die Sowjetunion am 11. Mai 1949 wurden in 195.530 Flügen 1.583.686 Tonnen Hilfsgüter und 160.000 Tonnen Baustoffe zum Ausbau der Flughäfen transportiert. Am 11. Mai 1949 hob die Sowjetunion die Blockade West-Berlins auf, nachdem sie erkennen musste, dass die USA und Großbritannien entschlossen waren, die Berliner Luftbrücke, die die Versorgung West-Berlins garantierte, unbegrenzt weiter zu führen. Am 23. Mai 1949 wurde das vom Parlamentarischen Rat am 8. Mai beschlossene Grundgesetz verkündet; damit war die Bundesrepublik Deutschland konstituiert. Die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) oder Ostzone wurde 1949 das Staatsgebiet der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Republik. Das Staatsgebiet der DDR bestand aus den heutigen deutschen Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie dem Amt Neuhaus in Niedersachsen. In politischer Hinsicht wurde eine Parteidiktatur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) errichtet. Von 1949 bis 1971 war Walter Ulbricht als Erster Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED der faktische Machthaber, von 1971 bis 1989 Erich Honecker (ab 1976 mit dem Titel Generalsekretär) und vom 18. Oktober 1989 bis zum Rücktritt des gesamten Politbüros der SED am 3. Dezember Egon Krenz. Religionsfreiheit war auch in der DDR in der Verfassung festgeschrieben und wurde formal auch gewährt. Dennoch versuchte die DDR mit unterschiedlichen Methoden, den Einfluss der Kirchen zurückzudrängen. Die Kollektivierung der Landwirtschaft und die Verstaatlichung der Betriebe wurden seit den 50er Jahren massiv vorangetrieben. In der Verwaltungsreform von 1952 wurden die Länder der DDR aufgelöst und durch Bezirke ersetzt. Die Wirtschaft der DDR entwickelte sich langsamer als die der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund des Wirtschaftsgefälles, aus Furcht vor Repressionen und Willkürmaßnahmen seitens der sowjetischen Besatzungsmacht und später der DDR-Organe oder auch, weil wesentliche Freiheiten nicht gewährt wurden, flohen schon ab 1945 viele Bürger in den Westen. Zwischen 1949 und 1961 flohen etwa 2,6 Millionen Menschen aus der DDR einschließlich Ost-Berlin, davon alleine 47.433 noch in den beiden ersten Augustwochen 1961. 1961 wurde die Grenze umfassender „gesichert“ und die Berliner Mauer gebaut, die zum Symbol der Teilung Deutschlands und Europas wurde. Bei dem Versuch, dieses von der DDR als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnete Sperrsystem zu überwinden, wurden mehrere hundert Menschen an der innerdeutschen Grenze getötet. Im Sommer und Herbst 1989 flohen immer mehr Bürger der DDR über Ungarn, das am 2. Mai 1989 seine Grenze zu Österreich geöffnet hatte und ab dem 11. September 1989 auch DDR-Bürgern offiziell die Ausreise nach Österreich erlaubte. Am 18. Oktober 1989 musste Honecker unter dem Druck der öffentlichen Proteste zurücktreten, wie wenige Tage später die vollständige DDR-Regierung. Am 9. November 1989 musste die DDR-Führung die Mauer öffnen, nachdem Sprecher Günter Sabowski durch ein Versehen einen Massenansturm auf die Grenzübertrittsstellen ausgelöst hatte. Nach der Wende 1989/90 beschloss die erstmals frei gewählte Volkskammer den Beitritt des Landes zur Bundesrepublik Deutschland. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 endete die Existenz der DDR. Helmut Kohl (CDU) wurde am 1. Oktober 1982 zum Kanzler gewählt. Er regierte länger als alle seine Vorgänger und gilt als Kanzler der deutschen Einheit.
Am 20. Juni 1991 beschloss der Bundestag, Bonn als Regierungssitz aufzugeben und Regierung und Parlament nach Berlin zu verlegen. Der neue Sitz des Deutschen Bundestags ist das von Grund auf renovierte Reichstagsgebäude in Berlin, in dem erstmalig am 19. April 1999 wieder eine Parlamentssitzung stattfand.
Лебедев В.Б. Знакомьтесь: Германия! Пособие по страноведению: Учеб. Пособие. – М, 2000. 2. Медников А.И. Германия: география, история (1945-1991). – Ростов-на-Дону, 2002. 3. Овчинникова А. В., Овчинников А. Ф. Deutschland im Überblick. О Германии вкратце. Хрестоматия по страноведению Германии для чтения в старших классах средней общеобразовательной школы. М, 1998. 4. Bundeszentrale für politische Bildung http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/ 5. Der Weg https://www.derweg.org/deutschland/geschichte/ 6. Deutsche Geschichte http://geschichtsverein-koengen.de/DtGesch.htm
|
||
|
Последнее изменение этой страницы: 2024-07-06; просмотров: 51; Нарушение авторского права страницы; Мы поможем в написании вашей работы! infopedia.su Все материалы представленные на сайте исключительно с целью ознакомления читателями и не преследуют коммерческих целей или нарушение авторских прав. Обратная связь - 216.73.216.198 (0.006 с.) |