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Der Dreißigjährige KriegПоиск на нашем сайте Karolingische Renaissance Karl machte Latein zur Amtssprache des Reichs, zur Sprache des gesamten Schriftwesens, der Gesetzgebung und Verwaltung, der Wissenschaft und Literatur und wurde zum Schöpfer des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bilinguismus. Karl führte das einheitliche Schulwesen ein und ließ Schulen an Bischofskirchen und Klöstern einrichten. Außerdem berief Karl die Gelehrten von den britischen Inseln und aus dem Langobardenreich und trug zur Entwicklung der Wissenschaft bei. Einer seiner Ratgeber hieß Alkuin (730 – 804) und war ein angelsächsischer Gelehrter. Alkuin sorgte für die Verbreitung der karolingischen Minuskel im ganzen Reich mit dem Ziel, ein Dokument überall lesbar zu machen. Die Reichsteilung Nach dem Tod Kars 814 begannen die Erbstreitigkeiten, die zur Spaltung des Reichs führten. Die Enkel Karls teilten das Reich laut Vertrag von Verden 843 in drei Teile: Westfränkisches Reich; Mittelreich und Ostfränkisches Reich. Ostfränkisches Reich entwickelte sich später zum „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“. Ostfränkisches Reich unter Ludwig dem Deutschen gewann im Streit um Italien und erbte die Kaiserkrone. Zum König bzw. Kaiser wurde man gewählt. Es entstand eine Wahlmonarchie. Um König zu werden, musste sich der Kandidat die Unterstützung möglichst vieler Fürsten sichern.
Die Zeit der Ottonen 919 wurde der Sachse Heinrich I. von den Sachsen und Franken zum König erhoben. Er begründete die Dynastie der Ottonen. Heinrich brach mit der Tradition, das Reich zwischen den Söhnen zu teilen und machte seinen älteren Sohn Otto (936 - 973) zum einzigen Erben. Freilich musste Otto erst von den Stammesfürsten zum König gewählt werden. Sein Reich, das erstmals als „Deutsches Reich“ bezeichnet wurde, bildeten die Stämme der Franken, Sachsen, Bayern, Schwaben und Lothringer. Seit dem 10. Jahrhundert überfielen die Ungarn immer wieder das Reich. Otto I. errang den endgültigen Sieg über die Ungarn, indem er sie 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg zerschlug. Der Sieg über die Ungarn brachte Otto den Ruf des Retters der Christenheit. 962 bekam Otto die Kaiserkrone und das Recht die Wahl des Papstes zu kontrollieren. Er war der erste Sachse, der den Kaiserthron bestieg. Dieses Ereignis gilt als die Geburtsstunde der deutschen Geschichte. Otto der Große lebte über 60 Jahre lang und zeigte sich als begabter Feldherr und Politiker, obwohl er weder lesen noch schreiben konnte. Wichtig für ihn war auch das Bündnis mit Byzanz. Durch die Heirat zwischen seinem Sohn und der Nichte des byzantinischen Kaisers erzielte er die Anerkennung seines Reiches im Osten. Die Dynastie der Ottonen brach 1024 ab. Etwas mehr als ein Jahrhundert bestanden auch zwei folgende Dynastien der Salier und der Staufer. Die Zeit der Salier Anfang des 11. Jahrhundert entbrannte der schärfste Konflikt zwischen Papst und Kaiser um das Recht die Bischöfe ein- und absetzen zu dürfen. Es war der Streit um die Unabhängigkeit des Papsttums und die Vorherrschaft im Abendland. Papst Gregor VII. verlangte vom König Heinrich IV. (1056 – 1106) auf das Recht der Investitur zu verzichten. Die Investitur ist die Einsetzung in das geistliche Amt. Heinruch IV. weigerte sich, die Forderungen des Papstes zu erfüllen und versuchte ihn abzusetzen. Darauf verhängte Papst Gregor VII. den Bann über den Kaiser. Der Bann löste alle Christen vom Eid gegenüber Heinrich, was einige Fürsten ausnutzen wollten. Die Fürsten stellten den König vor die Wahl: entweder soll er sich innerhalb eines Jahres vom Bann lösen, oder er verliert seine Krone. 1077 ging der König zu Fuß nach Canossa, wo sich der Papst aufhielt, und flehte ihn drei Tage lang um Vergebung. Der Papst hob den Bann letztendlich auf. Die Redewendung „Canossagang“ bezeichnet seitdem die tiefste Demütigung, obwohl diese Tat Heinrichs Krone rettete. Der Inverstiturstreit endete erst 1122 mit dem Wormser Konkordat, als Kaiser Heinrich V. auf das Recht der Inversitur verzichtete. Der Konflikt zwischen der Kirche und dem Kaisertum dauerte aber noch zwei Jahrhunderte lang.
Die Zeit der Staufer Friedrich I. (1152 - 1190) ist in die Geschichte unter dem Beinamen Barbarossa (roter Bart) eingegangen. Er wurde zum deutschen Mythos und Inbegriff des mittelalterlichen Herrschers. Barbarossa betrachtete die Kaiserkrone als Gottesgnade, nicht als Gabe des Papstes und erhob den Anspruch auf die Universalherrschaft. Deswegen fügte er dem Namen des Reichs den Zusatz heilig bei: das Heilige Römische Reich. 1158 unternahm Barbarossa den Kriegszug nach Italien, denn mehrere italienische Städte hatten ihm die Steuern verweigert. Der Kaiser ließ die Stadt Mailand völlig zerstören. Aus Mailand brachte er eine unschätzbare Reliquie – die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Die Reliquie wurde nach Köln gebracht, was Köln zur Pilgerstätte machte. Der Italienzug von 1176 endete freilich mit der Niederlage Friedrichs. Barbarossa musste mit den oberitalienischen Städten und mit dem Papst Frieden schließen. Barbarossa starb auf dem dritten Kreuzzug: er ertrank im Fluss. Friedrich II. (1212 - 1250), der Enkel Barbarossas, ist eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten der Geschichte. Seine Zeitgenossen nannten ihn stupor mundi, Staunen der Welt. Beispiellos war sein Kreuzzug in das Heilige Land. Als Kenner der arabischen Mentalität „eroberte“ er Jerusalem durch langwierige Verhandlungen und einen Vertragsschluss. Nach Friedrichs Tod entstand in Deutschland die Legende vom Kaiser Friedrich, der im Kyffhäuser-Gebirge schlafe (in Sizilien schlief er allerdings im Ätna) und nach seinem Aufwachen das Reich zur Größe zurückführen werde. Erst im 16. Jahrhundert wurde diese Legende auf seinen Großvater, Friedrich I. Barbarossa, übertragen.
Die Zeit der Luxemburger Karl IV. (1347 - 1378) aus der Dynastie der Luxemburger ließ ein Grundgesetz für die Wahl aller künftigen Könige und Kaiser ausarbeiten. Die Regeln wurden in der „Goldenen Bulle“ festgelegt. Nach dem Tod des alten Kaisers traten die Kurfürsten zusammen und wählten den deutschen König, traditionell in Frankfurt am Main. Sieben Kurfürsten wählten deutsche Könige: die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg und der König von Böhmen. Die Krönung fand im Dom von Aachen statt. Wollte der König Kaiser werden, musste er nach Rom ziehen und sich vom Papst zum Kaiser des Römischen Reiches krönen lassen. Mit dem Ende des Mittelalters wurde diese Praxis vereinfacht; der König zog nicht mehr nach Rom, um Kaiser zu werden. Mit dem Beginn der Neuzeit wurde nicht einmal mehr der Papst benötigt – die Kurfürsten wählten den Kaiser einfach direkt. Die Krönung wurde in Frankfurt vollzogen.
Mitte des 14. Jahrhunderts brach die Pestepidemie in Europa aus. Innerhalb von 2-3 Jahren forderte die Pest ein Drittel der deutschen Bevölkerung. Die Mängel und Not führten zu den tiefgreifenden sozialen Umwälzungen. Die Kirche verlor am Ansehen. Die Menschen erwarteten das Jüngste Gericht. Viele Humanisten riefen zur Erneuerung der Kirche auf. Viele bezahlten ihre Ansichten mit dem Leben, wie der tschechische Reformator Jan Hus, der 1415 als Ketzer verbrannt wurde. Insbesondere der Ablasshandel rief Kritik hervor. 1517 übernahm der Erzbischof Albrecht von Brandenburg den Vertrieb des neuen Ablasses, den der Papst Leo X. eingeführt hatte, um den Bau des Petersdom in Rom zu finanzieren. Man verhieß den Gläubigen, die Seelen ihrer verstorbenen Verwandten aus dem Fegefeuer zu retten. Einer der Ablassprediger war der Dominikanermönch Johann Tetzel, der beim Ablasshandel besonders skrupellos vorging. Er formulierte den Slogan: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“ Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther – ein Augustinermönch und Theologieprofessor an der Universität Wittenberg – 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an. Er trat gegen den Ablasshandel auf, aber der Hauptgedanke der Thesen bestand darin, dass der Mensch für den Zugang zu Gott keinen Vermittler in Gestalt der katholischen Kirche braucht. Die Technik des Buchdrucks ließ Flugblätter in großer Zahl anfertigen. Es kam zu der ersten in der Geschichte Propagandaschlacht zwischen den Anhängern und Gegnern Luthers. 1521 verteidigte Luther seine Lehre auf dem Reichstag in Worms. Trotz der Erwartungen weigerte sich Luther seine Behauptungen zu widerrufen. Er wurde der Ketzerei beschuldigt und für vogelfrei erklärt. Der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise nahm Luther in seinen Schutz und versteckte ihm auf der Wartburg, wo Luther unter dem Namen Junker Jörg lebte. Auf der Wartburg übersetzte Luther zuerst das Neue und später das Alte Testament ins Deutsche. 1525 heiratete Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora. Die Bauern verstanden die Lehre Luthers auf ihre Weise. Insbesondere die Denkschrift „Von der Freyheith eines Christenmenschen“ (1520) hatte bedeutenden Einfluss auf den Deutschen Bauernkrieg, da die aufständischen Bauern den Begriff Freiheit (von Luther in rein theologischem Sinn verwendet) auf ihre weltliche Lebenssituation bezogen. Da sich die zahlreichen Abgaben an den Grundherrn nicht mit der Bibel begründen ließen, empfanden die Bauern die Abgaben als ein Unrecht. 1525 erscheinen die „Zwölf Artikel“, ein Dokument, das die Forderungen der Bauern enthält. 1524 entbrannte der Bauernkrieg. 1525 wurden die Aufstände niedergeworfen. Auf Seiten der Bauern wurden bei dem Schlachten etwa 100.000 Mann getötet. 1529 trafen sich auf dem Reichstag zu Speyer sechs Fürsten und vierzehn Freie Reichsstädte als Vertreter der protestantischen Minderheit gegen die Verhängung der Reichsacht über Martin Luther. Ihr Protest gab der reformatorischen Bewegung ihren Namen: den Protestantismus. 1531 erfolgte die Gründung des Schmalkaldischen Bundes der evangelischen Fürsten und Städte gegen den Kaiser. Im Schmalkaldischen Krieg 1546/47 siegte Karl V., aber er konnte die Reformation nicht anhalten. 1555 schloss Kaiser Karl V. auf dem Reichstag in Augsburg mit seinen etwa 250 Landesfürsten im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation einen Religionsfrieden. Der Reichstagsbeschluss stellte die Lutheraner den Katholiken gleich, sicherte den Ländern "Religionsfreiheit" und schaffte die Todesstrafe für Ketzer ab. Es galt der Rechtsprinzip: wes der Fürst, des der Glaub. Der Frieden hielt nur 63 Jahre. 1618 brach in Europa der bis dahin größte und schrecklichste Krieg los: der Dreißigjährige Krieg.
1617 wurde Ferdinand II. zum König von Böhmen gewählt und beendete die religiöse Toleranz seines Vorgängers Kaiser Rudolf II. Als Antwort auf das Verbot der Religionsfreiheit warfen einige protestantische Adlige die kaiserlichen Räte sowie einen Sekretär aus dem Fenster der Böhmischen Kanzlei in der Prager Burg. Der Prager Fenstersturz gab den Anlass zum Krieg, in den sich bald Dänemark, die Niederlande, Schweden und Frankreich einmischten. Der Religionskrieg verwandelte sich in die Auseinandersetzung europäischer Mächte auf dem deutschen Boden. 1631 eroberten die kaiserlich-katholischen Truppen nach mehrmonatiger Belagerung das protestantische Magdeburg und richteten massive Kriegsgräuel an, die unter dem Begriff "Magdeburger Hochzeit" in die Geschichte eingingen. Rund 20.000 Menschen kostete es das Leben, die Stadt wurde geplündert und fast vollständig niedergebrannt. Eine bedeutende Figur war der Feldherr Albrecht von Wallenstein, eigentlich Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (1583 - 1634). Er kämpfte auf Seiten des Kaisers und der Katholischen Liga gegen die protestantischen Mächte Deutschlands sowie gegen Dänemark und Schweden, fiel jedoch später in Ungnade und wurde von kaisertreuen Offizieren ermordet. 1648 wurde der Westfälische Frieden geschlossen: in Münster und Osnabrück unterzeichnen die Gesandten den Friedensvertrag, der die föderative Tradition des Reiches festschrieb. Internationaler Frieden wird als Geburtsstunde der internationalen Friedensordnung gesehen. Ergebnisse des Krieges: • Verlust von ca. einem Drittel der Bevölkerung, • Verwüstung, wirtschaftlicher Niedergang des Landes auf lange Zeit, • Zersplitterung des Reichs (über 300 Besitztümer), • Anerkennung der kalvinistisch Reformierten als der dritten Konfession.
Im 18. Jahrhundert begann die Zeit des Absolutismus. Der Absolutismus ist eine monarchische Herrschaftsform des 17. bis 19. Jahrhunderts, in der die Monarchen ihre Stellung von Gott ableiteten. Die absolutistischen Herrscher fühlten sich nur Gott und ihrem Gewissen verantwortlich. Der französische König Ludwig XIV. wurde zum Vorbild des absolutistischen Herrschers. Die deutschen Fürsten wollten es ihm nachmachen und ahmten den Prunk seines Hofes nach. Im 18. Jahrhundert begann der Aufstieg Preußens. Im 17. Jahrhundert war Brandenburg-Preußen ein kleines, relativ unbedeutendes Land. Am Anfang des 18. Jahrhunderts strebte der Kurfürst Friedrich III. nach mehr Ruhm und außenpolitischem Ansehen. Er wollte König sein und krönte sich 1701 in Königsberg eigenhändig zum König in Preußen. In der Regierungszeit Friedrich Wilhelm I. (1713–1740), des so genannten „Soldatenkönigs“, wurde Preußen von einem rückständigen Staat zu einem straff organisierten Militärstaat. Die Militarisierung schuf die Voraussetzungen für die spätere Expansion Preußens. Der Sohn des Soldatenkönigs, Friedrich II., löste durch seine Politik zwischen 1740 und 1763 drei große Kriege aus, in deren Folge Preußen Ende des 18. Jahrhunderts territorial und politisch zur europäischen Großmacht wurde. Noch im ersten Jahr seiner Regierungszeit überfiel Friedrich II. Schlesien, das damals zu Österreich gehörte. Der Überfall auf Schlesien widersprach jedem damals geltenden Recht. Maria Theresa, die weibliche Thronfolgerin, kämpfte nach dem Tod des Kaisers um ihre Anerkennung. Der erste Krieg dauerte fünf Jahre (1740–1745) und führte zu weiteren Kriegen in ganz Europa. Aus dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763) kam Friedrich als Sieger dank dem Glücksfall der Geschichte: der Tod der Zarin Elisabeth veränderte die Koalitionen in Europa. Nach dem ersten Schlesischen Krieg ließ Friedrich II. sich in Potsdam das Schloss Sanssouci bauen, in dem er „ohne Sorgen“ regieren wollte.
Im 19. Jahrhundert wurde die Französische Revolution zum folgenreichen Ereignis. Am 14. Juli 1789 stürmte das französische Volk die Bastille, der König und seine Familie wurden hingerichtet. Zur Zentralfigur jener Zeit wurde Napoleon Bonaparte (1769–1821). Er stieg während der Französischen Revolution in der Armee auf und kam an die Macht durch den Staatsstreich des 18. Brumaire VIII (9. November 1799). Von 1799 bis 1804 regierte er als Erster Konsul der Französischen Republik und anschließend bis 1814 als Kaiser der Franzosen. Der katastrophale Ausgang des Feldzugs gegen Russland führte zum Sturz Napoleons. Nach einer kurzen Phase der Verbannung auf Elba kehrte er für hundert Tage an die Macht zurück. In der Schlacht bei Waterloo wurde er endgültig besiegt und zuletzt bis zu seinem Lebensende auf die Insel St. Helena verbannt. Für Napoleon Bonaparte bedeutete das Jahr 1806 den Höhepunkt seiner Macht, nachdem er in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt die Armee Preußens und seiner Verbündeten geschlagen hatte. Im gleichen Jahr schuf Napoleon den Rheinbund – den Bund deutscher Fürsten unter französischer Führung. Die Gründung dieses Staatenbundes bedeutete das Ende des Heiligen Römischen Reiches, weil die Fürsten aus dem Reich austraten und den Habsburgerkaiser nicht mehr als ihr Oberhaupt anerkannten. Ziel Napoleons war eine Angleichung der staatlichen Strukturen zur Stabilisierung der französischen Herrschaft über Europa. Mit Napoleons "Code Civil" erhielten die eroberten Gebiete das erste bürgerliche Gesetzbuch. Der Code civil garantierte allen männlichen Bürgern: • Abschaffung des Feudalismus und der Ständegesellschaft, • Gleichheit vor dem Gesetz; • Freiheit für jeden; • Schutz des Privateigentums; • Vollkommene Trennung von Staat und Kirche; • Abschaffung des Zunftzwangs; • Gewerbefreiheit und freie Berufswahl; • Schaffung der juristischen Basis für die Marktwirtschaft; • Freizügigkeit; • Mitbestimmungs- und Wahlrechte; • Einführung der Zivilehe; • Gleichberechtigung der Juden. • Abschaffung der Abgabe des „Zehnten“, einer großen Belastung für die Bauern. Die Kriege, die Napoleon führte, riefen Unzufriedenheit hervor. Ein Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold liegt auch in den Befreiungskriegen 1813 gegen Napoleon, nämlich bei den Uniformen des Lützowschen Freikorps. Die Freikorps setzten sich zumeist aus Studenten zusammen, die sich gegen die Besatzung Deutschlands durch Frankreich formierten. Es gab auch folgende Deutung der Farben: „Aus der Schwärze (schwarz) der Knechtschaft durch blutige (rot) Schlachten ans goldene (gold) Licht der Freiheit“. Zur Popularisierung hat die Tatsache beigetragen, dass die Farben die gleichen wie die der Reichsfahne im Heiligen Römischen Reich waren. Die Völkerschlacht bei Leipzig vom 16.-19. Oktober 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege gegen Napoleon, aus der die Verbündeten Preußen, Österreicher, Russen und Schweden siegreich hervorgingen. Napoleon musste sich zurückziehen und konnte nur mit Mühe und Not entkommen. Hundert Jahre später wurde zum Gedenken an diese Schlacht ein Denkmal (Völkerschlachtdenkmal)an der Stelle errichtet, wo die meisten Soldaten gefallen waren. Der Wiener Kongress vom 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 legte in Europa die Grenzen neu fest und definierte neue Staaten. Auf dem Territorium des Alten Reichs entstand der Deutsche Bund – ein Staatenverein überwiegend deutschsprachiger Länder mit Österreich als Führungsmacht. Es zählte 35 Königreiche, Fürsten- und Herzogtümer, vier Freie Städte, es entstand kein einheitlicher Nationalstaat.
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